...da beißt die Maus keinen Faden ab. Auch wenn manchmal nicht das passiert, was man soooo gern hätte.
Und überhaupt, eigentlich sagten die Zeichen doch was ganz anderes voraus.
Da war zum einen das Kaiserwetter, welches an DEM Fußballereignistag über alle Backen strahlte und sowohl den vielen treuen Fans als auch den unzähligen Gaststättenbetreibern das unglaubliche Glück bescherte, im Freien das Spektakel auf Flachfernsehern in Full-HD-Qualität verfolgen zu können.Nicht auszudenken, was gewesen wäre, hätte es junge Hunde geregnet.
Ebenso deutete doch die rot/weiß Färbung der nahezu gesamten sich aus dem Häuschen befindenden Stadt mit dem Sitz der 180°-NL-Süd darauf hin, dass es am Ende nur EIN akzeptables, EIN logisches Ergebnis geben kann.
Und wenn dann zu guter Letzt noch Niederlassungsleiter aus dem Norden eigens für solch ein Ereignis von historischer Bedeutung zu Niederlassungsleitern nach München fahren, um das unausweichliche, nämlich den bevorstehenden Sieg, das fünfte Nach-Hause-Holen des Championsleague-Cups gemeinsam zu zelebrieren, dann kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen.
Jawohl! Auch ich zog alle Register und voll mit, indem
ich in die an diesem Abend einzigen richtigen Farben schlüpfte...
wenn auch nur geliehen :o)
wenn auch nur geliehen :o)
Kann! Sollte! Darf nicht!
Aber wie wir nicht erst seit heute, sondern bereits seit Samstag Abend irgendwann zwischen 23:30 Uhr und 24:00 Uhr bitterlich gewahr wurden, kam es doch ganz anders und die Wünsche und Hoffnungen so vieler wurden nicht erfüllt, sondern platzten wie eine riesengroße Seifenblase, die man zu fest mit dem Finger anstupst. Stille, Entsetzen, Traurigkeit!
Und da sei natürlich die Frage gestattet, ob man es nicht doch an den vorangegangenen Zeichen hätte deuten können. Denn wenn ich es mir so recht überlege, so verschwand die helle, warme Frühlingssonne ab ca. 18:23 Uhr doch zusehends hinter aufziehenden Wolken.
Und bei genauerem Hinsehen befanden sich irgendwie schon den ganzen Tag zwischen dem Meer von rot-weiß gefärbten Shirts und Schals unzählige blaue Farbtupfer, die stellenweise zu einer nicht unbedeutenden Masse heran wuchsen.
Und überhaupt, wer sagt denn, dass so ein weit gereister Besuch Glück bringen muss?
Aus Rücksicht auf meine Lieblings-Bayern-München-Fans vermeide ich eine Wiederholung bzw. Ergänzung der in allen Radio- und Fernsehsendern getätigten klugen und weniger klugen Ausführungen zu diesem Ereignis und dessen Ausgang. Mal abgesehen davon verfüge ich ohnehin nur über ein mäßiges Halbwissen in Sachen Fußball, welches unweigerlich von den mitlesenden Kennern nach wenigen Worten gnadenlos enttarnt würde.
Vielmehr aber ist nach den wenigen Tagen, die seit dem Debakel vergingen, schon eine dünne, zarte Schorfschicht über der Wunde entstanden, die, je öfter man sie rabiat abkratzt, ganz furchtbare Narben hinterlassen kann. Mittlerweile hat man sich trotz des unfassbaren Erlebten gefangen, es als gegeben hingenommen und vielleicht auch durch Verdrängungstaktik versucht zu verarbeiten.
Und am Ende war es vielleicht sogar irgendwie auch OK, dass man zu Hause eine der scheinbar größten nicht nur seelischen Niederlagen hatte einstecken müssen, denn wo findet man wohl mehr Trost als im Kreise der Lieben, der Freunde, der Gleichgesinnten zu Hause .
Also doch? Dahoam is dahoam.
Und so darf sich das heutige Gericht natürlich in keinen anderen Farben als in rot und weiß präsentieren, und zwar als






